Fremdwort - Fremdwörter: Grammatik-Deutsch

Fremdwörter im Deutschen


Fremdwort Erklärung
1-stelliges Verb Ein 1-stelliges oder 1-wertiges Verb ist ein Verb, das nur ein zusätzliches obligatorisches Satzglied im Satz verlangt.
2-stelliges Verb Ein 2-stelliges oder 2-wertiges Verb ist ein Verb, das zwei zusätzliche obligatorische Satzglieder im Satz verlangt.
3-stelliges Verb Ein 3-stelliges oder 3-wertiges Verb ist ein Verb, das drei zusätzliche obligatorische Satzglieder im Satz verlangt.
Ablaut Der Ablaut, genannt auch Stammvokalwechsel, ist eine Erscheinung, die im Deutschen aus seinen älteren Sprachstufen teilweise geblieben ist. Er ist v.a. bei starken Verben und bei einigen verwandten Wörtern sichtbar. Beispiel: sIngen - GesAng
Abstraktum Ein Abstraktum / ein abstraktes Substantiv ist ein Substantiv, das etwas nicht materielles bezeichnet. (Pl. Abstrakta)
Adverbialbestimmung (Im Satz) Eine räumliche, zeitliche Angabe, eine Angabe der Art und Weise, der Ursache, der Bedingung, der Auswirkung, des Zweckes oder einer Einräumung.
adversativ entgegensetzend (bei Konjunktionen)
Affix Affix ist ein Oberbegriff für Präfixe, Suffixe und Zirkumfixe (in anderen Sprachen auch für Infixe). Affixe werden an Wörter angehängt um von ihnen andere Wörter abzuleiten.
Agens Bei Sätzen ist das Agens derjenige, der die in dem Satz ausgedrückte Tätigkeit ausübt.
Aktiv Verben und Sätze können im Aktiv oder im Passiv vorkommen. In aktiven Sätzen ist das Subjekt derjenige, der die Tätigkeit ausübt, in Passiven Sätzen wird das Subjekt von der Tätigkeit betroffen und ausgeübt wird die Tätigkeit von jemandem anderen.
analytisch Analytische Verbformen sind zusammengesetzte Verbformen (bei denen manche Kategorien durch das Hilfsverb ausgedrückt werden. Ein Kasus kann analytisch ausgedrückt werden, d.h. extern, nicht direkt am Wort.
Appellativum Gattungsbezeichnung (bei Substantiven) - als Abgrenzung zu Eigennamen und Stoffnamen. (Pl. Appellativa)
Attribut Ein Attribut drückt eine nähere Bestimmung aus. Es ist kein selbständiges Satzglied, sondern es bezieht sich auf ein anderes Satzglied. Es ist daher nicht frei im Satz verschiebbar. Es kann vorangestellt oder nachgestellt werden und es wird durch unterschiedliche Wortarten ausgedrückt. Beispiele (Attribut): der ROTE Ball, das Haus DER ELTERN (Genitivattribut), das Geschenk VON DIR (Präpositionalattribut)
Buchstabe Ein Buchstabe ist von einem Laut zu unterscheiden. Ein Laut ist das was wir sprechen, ein Buchstabe das, was wir schreiben. Zum Beispiel ist SCH im Deutschen ein Laut, aber drei Buchstaben.
Demonstrativpronomen zeigendes Pronomen
Derivation Ableitung. Ein Mittel zur Bildung neuer Wörter mithilfe von Affixen.
Diphthong Ein Diphthong ist ein Doppellaut aus zwei Selbstlauten / Vokalen. Im Deutschen gibt es für manche Diphthonge mehrere Schreibweisen. Beispiele: "au" in "Baum", "eu" in "Leute"/"äu" in "läuten", "ei" in "Eis"/"ai" in "Mais",
direktes Objekt Ein direktes Objekt ist ein Objekt im Akkusativ.
Endung Eine Endung ist ein Mittel, um unterschiedliche grammatischen Formen eines und desselben Wortes auszudrücken, z.B. Fälle. Sie ist zu unterscheiden von Affixen, die aus einem Wort ein anderes Wort machen und nicht nur eine andere grammatische Form. Eine Endung steht beim Wort hinter den Suffixen. Beispiel: Endung: der Hund (endungslos, Singular) - die Hunde (Endung -e > Plural), ich arbeit-e, du arbeit-est X Affixe: 1) Präfix: bauen - Abbauen, 2) Suffix: schön - SchönHEIT
Femininum Femininum, ein feminines Substantiv = ein weibliches Substantiv.
final einen Zweck oder eine Absicht ausdrückend (bei Konjunktionen). (Pl. Feminina).
Finites Verb (im Gegensatz zum Infinitiv) ist die gebeugte Form eines Verbs.
Flexion Die Flexion ist ein Oberbegriff für Deklination und Konjugation. Es ist die Fähigkeit eines Wortes, unterschiedliche grammatische Formen zu haben. Ein Wort kann flektierbar oder nicht-flektierbar sein. (ich) schwimme, (du) fährst, (ihr) esst
gemischtes Verb Ein gemischtes Verb ist ein Verb, bei dem starke und schwache konjugationsformen vermischt ist. Beispiele für gemischte Verben: bringen, brennen, nennen, rennen. "bringen" - Präteritum brachte (-te wie bei einem schwachen Verb + Stammvokaländerung wie beim starken Verb).
Genitivobjekt Ein Genitivobjekt ist ein Objekt im Genitiv.
Genus grammatisches Geschlecht. (Pl. Genera.) männlich / Maskulinum: der Tisch, weiblich / Femininum die Blume, sächlich / Neutrum: das Fenster)
Genus Verbi Unterscheidung zwischen Aktiv und Passiv bei Verben. Aktiv: Das Kind wäscht sich alleine. Passiv: Das Kind wird von seiner Mutter gewaschen.
Graduierung Steigerung (der Adjektive). Genannt auch Komparation. Die Graduierungs- / Komparationsstufen sind Positiv (freundlich) - Komparativ (freundlicher) - Superlativ (der/die/das freundlichste ... - am freundlichsten)
Hilfsverb Ein Hilfsverb hat (im Gegensatz zu einem Vollverb) keine Bedeutung, nur eine grammatische Bedeutung, d.h. es hilft nur, eine grammatische Kategorie extern auszudrücken. Beispiel: Ich HABE gegessen.
Imperativ Imperativ ist ein Modus der Verben - ihre Befehlsform. Andere Modi: Konjunktiv und Imperativ.
Indefinitpronomen Ein Indefinitpronomen ist ein unbestimmtes Pronomen.
Indikativ Indikativ ein Modus des Verbs - der Normalmodus. Andere Modi: Konjunktiv und Imperativ.
indirektes Objekt Ein indirektes Objekt ist ein Objekt im Dativ.
Infinitiv (im Gegensatz zum finiten Verb) ist die nicht gebeugte Grundform des Verbs. schwimmen, fahren, essen
Interrogativpronomen Fragepronomen. Beispiele: welches, was für, wen, was
Intransitives Verb Ein Verb, das keinen direkten Objekt nehmen kann. Beispiele: fliegen, schlafen
Kasus Fall / Fälle bei Substantiven, Artikeln, Pronomen und Adjektiven. Im Deutschen sind es der Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ. Unterschiedliche Sprache haben eine unterschiedliche Anzahl von Fällen (oder gar keine). (Pl. Kasus). Beispiel: der alte Mann (Nominativ), des alten Mannes (Genitiv), dem alten Mann (Dativ), den alten Mann (Akkusativ)
kausal (bei Sätzen oder bei Konjunktionen) die Ursache oder den Grund ausdrückend
Kollektivum Sammelbezeichnungen / Kollektiva sind Substantive, die zwar grammatisch einen Singular darstellen, aber eine Mehrzahl von Dingen (wie Laub) bedeuten.
Komparation Steigerung (der Adjektive). Genannt auch Graduierung. Die Graduierungs- / Komparationsstufen sind Positiv (freundlich) - Komparativ (freundlicher) - Superlativ (der/die/das freundlichste ... - am freundlichsten)
Komparativ Die zweite Steigerungsform beim Adjektiv. Beispiele: besser, freundlicher, kleiner
Kompositum Ein zusammengesetztes Wort aus (gewöhnlich) zwei selbständigen Wörtern.
konditional eine Bedingung ausdrückend (bei Konjunktionen und Sätzen)
Kongruenz Übereinstimmung zwischen zusammenhängenden Satzgliedern oder Teilen eines Satzglieds in grammatischen Kategorien, die ihnen gemeinsam sind. Z.B. "den Hunden" > sowohl der Artikel als auch das Substantiv haben die Form Dativ Plural männlich. Eine Übereinstimmung kann auch zwischen dem Subjekt und dem Objekt bestehen.
Konjunktiv Ein Modus des Verbs, das zur Wiedergabe der direkten Rede benutzt wird, als Ausdruck von einer Möglichkeiten, Wünschen, Irrealität (etwas in der Vergangenheit, was nicht mehr zu ändern ist oder etwas, was nicht zu erwarten ist) und Höflichkeit. Er wird manchmal mithilfe des Hilfsverbs würden ausgedrückt. Andere Modi: Indikativ und Imperativ. Es wird unterschieden zwischen Konjunktiv I und Konjunktiv II. Beispiele für Konjunktiv: "Er sagt, er habe es schon die ganze Zeit gewusst." (Wiedergabe der direkten Rede), "Es wäre nett, wenn du mirmorgen helfen könntest." (Möglichkeit), "Wenn ich bloß lockige Haare hätte!" (Wunsch), "Wenn sie damals nicht den Autounfall gehabt hätte..." (Irrealität), "Ich hätte gern einen griechischen Salat." (Höflichkeit). Beim Konjunktiv I ist entweder das Verb selbst im Präsens (Er sagt, er SPRECHE drei Fremdsprachen.) oder bei den zusammengesetzten Verbformen ist das Hilfsverb im Präsens (Er sagt er HABE es schon die ganze Zeit gewusst.). Der Konjunktiv I wird eher selten benutzt und wird durch Indikativ ersetzt. Beim Konjunktiv 2 ist entweder das Verb im Präteritum oder das Hilfsverb ist im Präteritum (Wenn du einen Regenschirm mitgenommen hättest ...). Statt der Konjunktivform (ginge, spräche) wird oft der würde-Konjunktiv verwendet, schon weil bei schwachen Verben das Präteritum Indikativ mit dem Präteritum Konjunktiv formal gleich sind. (Starkes vs. schwaches Verb: Konjuktiv ginge - spielte X Indikativ ging - spielte.)
Konkretum Ein Konkretum / ein konkretes Substantiv ist ein Substantiv, das etwas Materielles bezeichnet. (Pl. Konkreta)
konsekutiv eine Folge von irgendetwas ausdrückend (bei Konjunktionen)
Konsonant Mitlaut. Beispiele für Mitlaute: "b" und "ch" in Buch
konzessiv einräumend (bei Konjunktionen)
kopulativ (bei Konjunktionen) verbindend, aneinanderreihend
Kopulaverb Ein Kopulaverb (sein, werden, bleiben) ist ein Teil eines komplexen Prädikats sein. Es hat eine abgeschwächte oder keine Bedeutung und daher enthält das Prädikat noch ein anderes Element. Beispiele: Klara ist Lehrerin. Sie ist streng. > "ist" ist ein Kopulaverb, "Lehrerin", "streng" gehören jeweils zum Prädikat und werden Prädikatsnomen genannt.
Laut Ein Buchstabe ist von einem Laut zu unterscheiden. Ein Laut ist das was wir sprechen, ein Buchstabe das, was wir schreiben. Zum Beispiel ist SCH im Deutschen ein Laut, aber drei Buchstaben.
Lexikologie Ein Bereich der Sprachwissenschaft, der sich mit dem Wortschatz (seinem Aufbau und Geschichte) beschäftigt.
Linguistik Sprachwissenschaft
Maskulinum Maskulinum, ein maskulines Substantiv = ein männliches Substantiv. (Pl. Maskulina).
Modalverb Modalverben (z.B.wollen, sollen, dürfen, müssen, können) sind ähnlich wie Hilfsverben, sie modifizieren aber die Bedeutung vom Satz. Sie haben in der 1. und 3. Person singular die gleiche Form (ich WILL, er WILL). Sie werden ohne "zu" verwendet. Es gibt auch einige Verben, die zwischen Vollverb und Modalverb schwanken, wie "brauchen".
Modus Der Modus ist eine der Kategorien, nach denen ein Verb gebeugt wird. Beim Modus wird zwischen Indikativ, Imperativ und Konjunktiv unterschieden.
Morphologie Morphologie ist ein Bereich der Sprachwissenschaft, der sich mit Wortformen und Wortbildung befasst. (Mit Lauten befasst sich Phonologie, mit Satzbau die Syntax.)
Neutrum Neutrum = ein sächliches Substantiv. (Pl. Neutra).
Nominalphrase Ein Begriff aus der Phrasenlinguistik. Vereinfacht gesagt lässt sich ein Satz in Phrasen Teilen, gewöhnlich in eine Nominalphrase und eine Verbalphrase. Eine Nominalphrase besteht aus einem Substantiv (das als Kern oder Kopf der Nominalphrase bezeichnet wird) und der dazu gehörenden Artikel (Determinatoren) und Adjektive (Attribute). Eine Verbalphrase besteht aus einem Verb und allem, was von dem Verb abhängig ist. Weiter gibt es eine Präpositionalphrase, die sich aus einer Präposition und einer von ihr abhängigen Nominalphrase zusammensetzt.
Numerus Eine Kategorie, die beim Verb und bei nominalen Wortarten (Substantiv, Adjektiv, Pronomen und Artikel) die Zählbarkeit ausdrückt. Sie unterscheidet den Singular und Plural, also die Einzahl und die Mehrzahl. (Pl. Numeri)
Objekt Ein Satzglied, das durch ein Substantiv oder ein Pronomen ausgedrückt wird und nicht im Nominativ steht. Man unterscheidet Genitivobjekte, Dativobjekte, Akkusativobjekte und Präpositionalobjekte.
Paradigma Ein Paradigma eines Wortes ist die Gesamtheit seiner grammatischen Formen. Eine paradigmatische Beziehung zwischen Wörtern ist eine Art Ersetzbarkeit, sie können an der gleichen Stelle im Satz stehen.
Partizip I Wird auch Partizip Präsens genannt. Partizipien gehören zu den infiniten Verbformen (neben dem Infinitiv). Beispiele: schlafend, lächelnd, gebend
Partizip II Wird auch Partizip Perfekt genannt. Partizipien gehören zu den infiniten Verbformen (neben dem Infinitiv). Beispiele: geschrieben, gelaufen, gegessen
Passiv Verben und Sätze können im Aktiv oder im Passiv vorkommen. In aktiven Sätzen ist das Subjekt derjenige, der die Tätigkeit ausübt, in Passiven Sätzen wird das Subjekt von der Tätigkeit betroffen und ausgeübt wird die Tätigkeit von jemandem anderen. Eine Passivierung ist nur möglich, wenn das Verb transitiv ist.
Passivierung Passivisierung ist eine Umwandlung von aktiven Sätzen in passive Sätze. Das Objekt des aktiven Satzes wird im passiven Satz zum Subjekt, es bleibt in der Rolle des Patiens. Das Subjekt der aktiven Satzes kann im passiven Satz genannt werden (durch ..., von ...), muss aber nicht.
Patiens Bei Sätzen ist das Patiens derjenige, der von der im Satz ausgedrückten Tätigkeit betroffen wird.
Personalpronomen Personalpronomen beziehen sich auf die unterschiedlichen Personen: ich, du, er / sie / es, wir, ihr, sie, Sie.
Phonetik Ein Bereich der Sprachwissenschaft, der sich auf einer praktischen Ebene mit Lauten befasst.
Phonologie Ein Bereich der Sprachwissenschaft, der sich auf einer theoretischen Ebene mit Lauten befasst.
Plural Mehrzahl.
Pluraliatantum Pluraliatantum sind Substantive, die nur im Plural vorkommen. (Sg. Pluraletantum, Pl. Pluraliatantum).
Positiv Positiv ist die Grundform bei der Steigerung der Adjektive.
Possessivpronomen ein Pronomen, das den Besitz ausdrückt
Prädikat Ein Satzglied, das das finite Verb enthält. Es kann einfach oder komplex sein.
Prädikatsnomen Ein Prädikatsnomen ist ein Teil eines Prädikativs mit einem Kopulaverb, der die Bedeutung trägt. Sie ist (Kopulaverb) Lehrerin (Prädikatsnomen). Prädikat = IST LEHRERIN
Präfix Präfix ist eine Sorte von Affixen. Affixe werden an Wörter angehängt um von ihnen andere Wörter abzuleiten: Präfixe werden vorne an das Wort angehängt. Beispiel für Präfix: an-, ein-, be-,
Präpositionalobjekt Ein Objekt, was nicht nur mithilfe eines Kasus ausgedrückt wird, sondern zusätzlich mit einer Präposition. Ich freue mich ÜBER DAS GESCHENK.
Präpositionalphrase Ein Begriff aus der Phrasenlinguistik. Vereinfacht gesagt lässt sich ein Satz in Phrasen Teilen, gewöhnlich in eine Nominalphrase und eine Verbalphrase. Eine Nominalphrase besteht aus einem Substantiv (das als Kern oder Kopf der Nominalphrase bezeichnet wird) und der dazu gehörenden Artikel (Determinatoren) und Adjektive (Attribute). Eine Verbalphrase besteht aus einem Verb und allem, was von dem Verb abhängig ist. Weiter gibt es eine Präpositionalphrase, die sich aus einer Präposition und einer von ihr abhängigen Nominalphrase zusammensetzt.
Pronomen (Pl. Pronomen oder Pronomina).
Reflexivpronomen Pronomen, die einen Bezug auf "selbst" ausdrücken. Er putzt SICH die Zähne.
Rektion Man sagt auch, z.B. ein Verb REGIERT einen bestimmten Kasus (d.h. bei seinen Ergänzungen) oder eine bestimmte Präposition, d.h. es verlangt einen bestimmten Kasus oder eine bestimmte Präposition. warten + AUF, gedenken + GENITIV
Relativpronomen Ein Relativpronomen drück eine Beziehung zum vorher gesagten aus.
restriktiv drückteine Einschränkung aus (bei Konjunktionen)
Reziproke Pronomen Pronomen, die Gegenseitigkeit ausdrücken. Sie warten aufEINANDER.
Satzglied Satzglieder sind im Deutschen v.a. das Subjekt, das Objekt, das Prädikat,Adverbialbestimmung. Sie können aus einem oder mehreren Wörtern bestehen. Sie sind (als Ganzes) im Satz verschiebbar und ersetzbar. Die Grammatiken sind sich teilweise nicht einig, was alles als Satzglied betrachtet werden soll. Ein Attribut wird gewöhnlich als kein selbständiges Satzglied, sondern nur Teil eines Satzglieds aufgefasst.
schwache Adjektivflexion Ein Adjektiv ist nicht von alleine stark oder schwach wie z.B. ein Substantiv, es kann sowohl stark als auch schwach flektieren, je nachdem ob es mit einem bestimmten Artikel (> schwach) oder einem unbestimmten Artikel (> stark) oder ohne Artikel steht (> stark).
schwaches Substantiv Man unterscheidet (v.a. bei männlichen Substantiven) zwischen starken und schwachen Substantiven. Die Schwachen Substantive haben in den meisten Fällen die Endung -en (außer Nominativ Singular). Beispiel: schwaches männliches Substantiv: "der Junge" (Nominativ), "des Jungen" (Genitiv), "dem Jungen" (Dativ), den Jungen (Akkusativ).
schwaches Verb Ein schwaches Verb behält im Präteritum und im Perfekt den gleichen Stammvokal, seine Formen werden also "regelmäßig" gebildet. Es wird deswegen manchmal auch regelmäßiges Verb genannt. Im Präteritum bekommt es einen zusätzlichen Suffix -te (ich spiel-te).
Singular Einzahl.
Singulariatantum Singulariatantum sind Substantive, die nur im Singular vorkommen. (Sg. Singularetantum, Pl. Singulariatantum).
Stamm Der Stamm ist die (bloße) Basis eines Wortes ohne Präfixe, Suffixe und Endungen. Manche einfache Wörter enthalten nur den Stamm. Beispiele: geFAHRen, (ich) LAUFe, (die) WÄLDer
starke Adjektivflexion Ein Adjektiv ist nicht von alleine stark oder schwach wie z.B. ein Substantiv, es kann sowohl stark als auch schwach flektieren, je nachdem ob es mit einem bestimmten Artikel (> schwach) oder einem unbestimmten Artikel (> stark) oder ohne Artikel steht (> stark). Beispiel: starke Adjektivflexion: frischES Brot, ein frischES Brot; schwache Adjektivflexion: daS frischE Brot
starkes Substantiv Man unterscheidet (v.a. bei männlichen Substantiven) zwischen starken und schwachen Substantiven. Die starken Substantive erkennt man daran, dass sie in unterschiedlichen Fällen im Singular und Plural unterschiedliche Endungen haben. (-s im Genitiv Singular, -e/-er/-en/-s im Plural. Die schwachen (männlichen) Substantive haben dagegen (außer im Nominativ Singular) die Endung -en.
starkes Verb Starke Verben haben einen Stammvokalwechsel wenn man das Präsens, das Präteritum und das Partizip II vergleicht. (singen - sang - gesungen). Das Partizip II bei starken Verben endet auf -en (gelaufen). Im Präteritum ist die 1. und 3. Person Singular endungslos (ich SANG, er SANG).
Stoffname Ein Substantiv, das einen Stoff bezeichnet, den man nicht zählen kann, der also keinen Plural bildet. Beispiele: Wasser, Sand, Eisen, Gras
Subjekt Ein Satzglied, das durch ein Substantiv oder ein Pronomen ausgedrückt wird und im Nominativ steht.
Subjunktion Innerhalb der Wortart Konjunktion wird manchmal zwischen Konjunktionen (=nebenordnende Konjunktionen) und Subjunktionen (=unterordnende Konjunktionen) unterschieden.
Suffix Suffix st eine Sorte von Affixen. Affixe werden an Wörter angehängt um von ihnen andere Wörter abzuleiten: Suffixe werden hinten an das Wort angehängt. Beispiele -ung, -heit, -ig, -bar
Superlativ Der Superlativ ist die höchste Steigerungsform beim Adjektiv.
suppletiv Suppletivformen sind Formen eines und desselben Wortes, die von unterschiedlichen Stämmen abgeleitet sind. Beispiele: Das Verb "sein" - ich "bin", er "ist", wir "sind". Das Adjektiv "gut" - "besser"
Synkretismus Synkretismus ist ein Zusammenfall, eine Überschneidung. Z.B. Kasussynkretismus bedeutet, dass zwei Kasusausdrücke voneinander formal nicht unterscheidbar sind, z.B. "der" (weiblich, Genitiv, Singular) und "der" (männlich, Nominativ, Singular) und "der" (alle Genera, Genitiv, Plural).
Syntagma Ein Syntagma / eine syntagmatische Beziehung ist eine Verbindung oder Beziehung von Zusammenhängenden Wörtern.
Syntax Ein Bereich der Sprachwissenschaft, der sich mit Satzbau und satzähnlichen Wortverbindungen beschäftigt.
synthetisch 1) Synthetische Verbformen sind einfache (nicht zusammengesetzte) Verbformen (bei denen die Kategorien direkt am Wort ausgedrückt werden, z.B. durch Endungen, Suffixe oder den Stammvokalwechsel. 2) Ein Kasus kann synthetisch ausgedrückt werden, d.h. direkt am Wort.
Tempus Das Tempus (Pl. Tempora) ist die Zeitform des Verbs.
Transitives Verb Ein transitives Verb ist ein Verb das ein direktes Objekt verlangt. Ein Satz im Aktiv mit einem transitiven Verb kann passiviert werden. Beispiel: kaufen + Akkusativ. Aktiver Satz: Ich kaufe das Haus. Passiver Satz: Das Haus wird (durch mich) gekauft.
Unregelmäßiges Verb Ein unregelmäßiges Verb ist ein gemischtes Verb - ein Verb, bei dem starke und schwache konjugationsformen vermischt ist. (Manchmal werden starke Verben als unregelmäßige Verben bezeichnet, weil sie eine Stammvokaländerung haben und Deutschlernende müssen sie auswendig lernen.) Beispiele für gemischte Verben: bringen, brennen, nennen, rennen. "bringen" - Präteritum brachte (-te wie bei einem schwachen Verb + Stammvokaländerung wie beim starken Verb).
Valenz Die Valenz (genannt auch Wertigkeit) ist eine Eigenschaft eines Verbs, andere Satzglieder zu verlangen. Die Anzahl der obligatorisch verlangten Satzglieder ist bei unterschiedlichen Verben unterschiedlich. Beispiel: "leben" - verlangt nur das Subjekt (wer lebt). Beispiel "kaufen" verlangt das Subjekt (wer kauft) und das direkte Objekt (was wird gekauft). Beispiel "schenken" verlangt das Subjekt, ein Indirektes Objekt (wem wird was geschenkt) und ein direktes Objekt (was wird geschenkt).
Verbalphrase Ein Begriff aus der Phrasenlinguistik. Vereinfacht gesagt lässt sich ein Satz in Phrasen Teilen, gewöhnlich in eine Nominalphrase und eine Verbalphrase. Eine Nominalphrase besteht aus einem Substantiv (das als Kern oder Kopf der Nominalphrase bezeichnet wird) und der dazu gehörenden Artikel (Determinatoren) und Adjektive (Attribute). Eine Verbalphrase besteht aus einem Verb und allem, was von dem Verb abhängig ist. Weiter gibt es eine Präpositionalphrase, die sich aus einer Präposition und einer von ihr abhängigen Nominalphrase zusammensetzt.
Vokal Selbstlaut. Beispiele für Vokale: "u" in "Buch", "ee" in "See"
Vollverb Ein Vollverb hat (im Gegensatz zu einem Hilfsverb) eine eigene Bedeutung. Beispiel: Ich SCHWIMME.
Vorgangspassiv Genannt auch werden-Passiv. Es drückt Vorgänge aus. Aktiver Satz: Monika bäckt den Kuchen. Vorgangspassiv: Der Kuchen wird von Monika gebacken. Zustandspassiv: Der Kuchen ist gebacken.
Wortbildung Wortbildung ist ein Bereich der Sprachwissenschaft, der sich damit beschäftigt, wie Wörter gebildet werden (z.B. Zusammensetzung, Ableitung, Abkürzung, ...)
Zählbarkeit Substantive können entweder zählbar oder nicht zählbar sein, d.h. sie bilden auch einen Plural oder sie bilden keinen. Nicht zählbar sind oft Stoffbezeichnungen (wie Bier, Porzellan). Besondere Fälle: 1) Sammelbezeichnungen / Kollektiva stellen zwar grammatisch einen Singular dar, bedeuten aber eine Mehrzahl von Dingen (wie Laub). 2) Singulariatantum kommen nur im Singular vor. 3) Pluraliatantum kommen nur im Plural vor. Beispiel zählbar: "ein Buch - zwei Bücher". Beispiel nicht zählbar: Mut
Zirkumfix Ein Zirkumfix ist eine Sorte von Affixen. Es ist wie eine Kombination vom Präfix und Suffix an einem Wort. Beispiel "reden" > "Ge-red-e"
Zustandspassiv Genannt auch sein-Passiv.. Es drückt Zustände aus. Es kann nur gebildet werden, wenn auch eine Möglichkeit ein Vorganspassiv zu bilden möglich ist. Aktiver Satz: Monika bäckt den Kuchen. Vorgangspassiv: Der Kuchen wird von Monika gebacken. Zustandspassiv: Der Kuchen ist gebacken.