08) The Auxiliary Verbs - Die Hilfsverben

(BE = „British English“ - AE = „American English“)



Die Hilfsverben sind im Englischen ein so umfassendes und schwieriges Thema, dass es erforderlich ist, diesem Grammatik-Phänomen ein eigenes Kapitel einzuräumen.

Schwierig deswegen, weil es, verglichen mit den Vollverben, teilweise komplett andere grammatische Regeln gibt für die Verneinung und die Frage-Stellung und weil man einen klaren Unterschied ziehen muss zwischen den Hilfsverben und Vollverben, da manche sowohl als auch gebraucht werden können und auch vorkommen.

Andeutungen und Hinweise auf die Hilfsverben sind bereits im Kapitel 06 (Verb – Das Verb) zu finden, aber behandelt wurde dieses Thema dort explizit nicht, sondern nur an einigen Punkten berührt.


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Was sind überhaupt Hilfsverben, die im Englischen

Auxiliaries“ oder auch „Auxiliary Verbs“ genannt werden ?


Hilfsverben sind das Gegenteil von Vollverben, die im Gegensatz zu Hilfsverben allein stehen, bei der Frage und der Verneinung mit „to do“ umschrieben (außer „to be“) werden können.

Hilfsverben erfüllen wichtige Funktionen für ein Hauptverb, mit dem sie zusammen auftauchen. Mit diesen Hilfsverben werden Fragen, Tempora (Zeiten) oder Verneinungen gebildet. Zudem können sie Modalität ausdrücken, z.B. durch die modalen Hilfsverben, die nie allein stehen können (außer bei Kurzantworten), sondern immer nur zusammen mit der Infinitiv-Form eines anderen Verbs vorkommen können.






Man unterscheidet grundsätzlich 2

verschiedene Gruppen von Hilfsverben :


a)

Die Gruppe der vollständigen Hilfsverben


und

b)

die Gruppe der unvollständigen Hilfsverben,

die auch modale Hilfsverben genannt werden.



zu a) Die vollständigen Hilfsverben :


Es gibt im Englischen 3 vollständige Hilfsverben, im Englischen auch „Primary Auxiliaries“ genannt :


a) to be


b) to do


c) to have



Vollständige Hilfsverben heißen so, weil sie neben den Funktionen, die nachstehend aufgeführt werden, auch als Vollverben dienen und zudem in allen Tempora (Zeiten) vorkommen können. Das ist bei unvollständigen Hilfsverben nicht möglich.












TO BE – sein / werden (für das Passiv)


to be“ wird benutzt


a) bei allen Verlaufsformen (Progressive Tenses)


He is going to work.

He was going to work.

He has been going to work.


und


b) zur Bildung der Passiv-Formen.


He is bitten by the dog.

He was bitten by the dog.

He has been bitten by the dog.


NB :

Zum Passiv sieh Kapitel 10)Passive Voice - Das Passiv“ !



















TO DO – tun / machen

(Als Hilfsverb wird es meist nicht übersetzt.)


to do“ wird benutzt


a) bei Fragen mit Vollverben

(Nur beim „Simple Present“ und beim „Simple Past“.),


Do you go to work ?-Did you go to work ?


b) für Verneinungen mit Vollverben

(Nur beim „Simple Present“ und beim „Simple Past“.).


He does not go to work.-He did not go to work.


c) zur Betonung von Verben.


He does know it.

Und ob er das weiß.

Do sit down !

Setzen Sie sich doch !


d) als Verb-Ersatz.


He learns more than I do.

Er lernt mehr als ich (es tue).

He went to work and so did his brother.

Er ging zur Arbeit – genauso wie sein Bruder.

You saw him, didn't you ? - Yes, I did.

Du hast ihn gesehen, oder ? - Ja. / Ja, habe ich.

You saw him, didn't you ? *

Du hast ihn gesehen, oder ?


NB :

* Hiermit sind die „Question Tags – Frage-Anhängsel“ gemeint.




TO HAVE – haben

(Als Hilfsverb wird es mit „haben“ oder „sein“ übersetzt, da diese beiden Verben im Deutschen für die zusammengesetzten Zeiten benutzt werden.)


to have“ wird benutzt


a) , um alle zusammengesetzten Zeiten zu bilden.


He has gone to work.

Er ging zur Arbeit. / Er ist zur Arbeit gegangen.

He had gone to work.

Er war zur Arbeit gegangen.

He will have gone to work.

Er wird zur Arbeit gegangen sein.

He would have gone to work.

Er wäre zur Arbeit gegangen.


b) in der Kombination „to have + direktes Objekt + Past Participle. Es bedeutet dann „etwas veranlassen / etwas machen lassen“.


He has his car repaired.

Er lässt sein Auto reparieren.

We have our garage tidied up.

Wir haben unsere Garage aufräumen lassen.

If you help me, I will have your holiday paid.

Wenn du mir hilfst, werde ich dir deinen Urlaub bezahlen lassen.


c) in der Kombination „had better + Infinitiv ohne to““. Es bedeutet „sollen / besser daran tun“.


You had better believe him.

Du solltest ihm besser glauben.

I had better phone him.

Ich sollte ihm besser anrufen.



zu b) Die unvollständigen Hilfsverben :

(Die modalen Hilfsverben)


Die unvollständigen „Auxiliary Verbs“, im Englischen auch „Modal Auxiliaries“ genannt, im Deutschen als „Modale Hilfsverben“ bezeichnet, lassen die Sichtweise des Sprechers zu einem bestimmten Sachverhalt erkennen. Sie können z.B. eine Notwendigkeit, eine Möglichkeit oder einen bestimmten Wahrscheinlichkeitsgrad kennzeichnen.


Die modalen Hilfsverben sind unvollständig, da sie nicht alleine stehen können, sondern einem Infinitiv vorangehen im Gegensatz zu den vollständigen Hilfsverben („to do“ für Fragen und verneinte Sätze / „to be“ für die Verlaufsformen und das Passiv / „to have“ für die zusammengesetzten Zeiten im „Genus Verbi“). Sie kommen nur im Präsens („Simple Present“) und gegebenenfalls im Imperfekt / Präteritum („Simple Past“) vor und haben darüber hinaus auch keinen Infinitiv und auch keine Partizipien. Fragen werden durch Inversion (Umkehrung von Subjekt und Hilfsverb) und die Verneinung wird durch einfaches „not“ gebildet. Bei „must“ hat die Verneinung mit „not“ eine andere Bedeutung. Hier wird die Alternativ-Konstruktion „to have to“ verneint. Darüber hinaus haben diese „Modal Auxiliary Verbs“ nie ein „-s“ in der 3.P.Sg. des „Simple Present“. Der Infinitiv-Anschluss erfolgt immer ohne „to“ außer bei „ought to“.

Allein können sie nur als Kurzantwort stehen oder als Frage-Anhängsel („Question Tag“).


NB :

Sollen andere Tempora (Zeiten) ausgedrückt werden, erfolgt dies durch bedeutungsähnliche Alternativ-Formen, die dann in allen Tempora verfügbar sind und Vollverben sind.








Liste der im Englischen verfügbaren

und gebräuchlichen modalen Hilfsverben :


Englisches

Modal-Verb

Negative Form

Imperfekt

(Simple Past)


can (können) *

could (könnte)


dare ** (wagen)


may *** (dürfen)

might (könnte)


must **** (müssen)






need

(müssen / brauchen) *****


ought to (sollte) ******



will (werden – Futur / wollen)

would

(Konditional oder Konjunktiv II)


shall (sollen)

should (sollte)


used to *******

(früher / einst / zu tun pflegen)

cannot

could not


dare not


may not

might not


do / does

not have to


must not

(nicht dürfen !)


need not



ought not to



will not

would not



shall not

should not


used not to

could

XXX


dared


might

XXX


had to



Alternativ-Konstruktion


Alternativ-Konstruktion


Alternativ-Konstruktion


would

XXX



should

XXX


Alternativ-

Konstruktion


XXX = Es gibt keine „Simple Past“-Form und / oder keine Alternativ-Konstruktion.

NB :

* In den zusammengesetzten Zeiten wird die Alternativ-Konstruktion „to be able to“ verwendet.

** dare kann auch Vollverb sein. Der Infinitiv kann dann ohne oder mit „to“ angeschlossen werden, beim Hilfsverb immer nur ohne „to“. Das Vollverb hat in der 3.P.Sg. des „Simple Present“ ein „s“ und wird in der Verneinung mit „to do“ umschrieben.

*** „may“ hat die Alternativ-Formen „to be allowed to“ und „to be permitted to“. Sie werden als Vergangenheitsform im „Simple Past“ und in allen zusammengesetzten Zeiten gebraucht.

**** must“ wird nur im „Simple Present“ benutzt, in allen anderen Zeiten müssen Alternativ-Formen angewandt werden.

Alternativ-Formen sind „to have to“, das vor allem im „Simple Past“ gebraucht wird, und „to be forced“ und „to be obliged to“.

Die Verneinung von „must“ ist „do / does not have to do“. „must not“ heißt „nicht dürfen“.

***** need“ kommt als Hilfsverb nur im „Simple Present“ vor und der Infinitiv steht ohne „to“.

Eine Alternativ-Konstruktion in der Vergangenheit ist z.B. im „Simple Past“ „there was no need to do sth“.


You need not do it.“

Du brauchst es nicht (zu) tun.


There was no need for you to do it.“

Du brauchtest es nicht (zu) tun.


need“ wird selten positiv gebraucht – in diesem Fall heißt es dann „müssen“.


Need I explain you more ?“

Muss ich dir mehr erklären ?







******ought to“ hat die Alternativ-Formen „to be to“, das allerdings nur im „Simple Present“ und „Simple Past“ vorkommt; in allen anderen (zusammengesetzten) Zeiten muss „to be supposed to“ gebraucht werden.

ought to“ steht immer mit dem Infinitiv mit „to“ im Gegensatz zu den anderen modalen Hilfsverben.

ought to drückt eine moralische Verpflichtung aus, die man sich selbst auferlegt, während „to be to“ eine Verpflichtung ausdrückt, die von außen kommt.

******* „used to“ wird verneint mit „never used to“ oder dem veralteten, aber formellen „used not to“. Auch eine Verneinung mit „to do“ ist in diesem Fall möglich.

Diese Form darf nicht mit „to get used to doing sth“ verwechselt werden, die „gewohnt sein, etwas zu tun“ bedeutet.



Zu den Alternativ-Konstruktionen ist zu sagen, dass sie keine modalen Hilfsverben sein können, da sie vollständige Verben sind, was die modalen Hilfsverben nicht sind.





















Die Funktionen der modalen Hilfsverben im Englischen :


Modale Hilfsverben drücken, wie schon ganz am Anfang erwähnt, z.B. eine Notwendigkeit, eine Möglichkeit oder einen bestimmten Wahrscheinlichkeitsgrad aus. Zudem können mit dem Gebrauch von modalen Hilfsverben gewisse Redeabsichten zum Ausdruck gebraucht werden.



Nachfolgend werden die wichtigsten unvollständigen Hilfsverben (modalen Hilfsverben) näher beleuchtet.


a) can / could


can“ heißt „können / dürfen“.

Die Form „could“ kann sowohl die Vergangenheitsform von „can“ sein und bedeutet dann „konnte“ als auch die Form im „Past Subjunctive – Konjunktiv Imperfekt“ sein, die dann „könnte“ bedeutet, also konjunktivischen Charakter hat.

Es drückt eine Fähigkeit, Vermutung, Bitte, Erlaubnis oder ein Verbot aus.

Die Alternativ-Form der Zeiten, die das unvollständige Hilfsverb nicht hergibt, laut „to be able to“.


Can I help you ?

Kann ich Ihnen / dir helfen ?

He can be very nice if he wants to.“

Er kann sehr nett sein, wenn er will.


He cannot possibly have intended that.“

Er kann das unmöglich beabsichtigt haben.

Your proposal could be the best of all.“

Dein Vorschlag könnte der beste von allen sein.


Can I come too ?“

Kann ich auch kommen ?

Could you please do me a favour ?“

Könntest du mir einen Gefallen tun ?



You can use all things in my house as often as you want to.“

Du kannst alles in meinem Haus so oft benutzen, wie du willst.

He can say all you want.“

Du kannst alles sagen, was du willst.


You cannot eat and drink in front of the computer.“

Du darfst vor dem Computer nicht essen und trinken.

He cannot contradict you in such a way.“

Er darf dir doch nicht auf diese Art widersprechen.



Die Alternativ-Form zu „can / could“ ist „to be able to“.


After she had become unemployed, he was not any more able to fulfil her financial obligations.“

Nachdem sie arbeitslos geworden war, konnte sie ihren finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen.

He did not understand his boss because he was not able to speak the French language.“

Er hat seinen Chef nicht verstanden, da er kein Französisch sprach.

















b) may / might


may“ heißt „dürfen / können“.

Die Form „might“ ist nicht die Vergangenheitsform von „may“, sondern der „Past Subjunctive – Konjunktiv Imperfekt“, der dann „könnte“ bedeutet, also konjunktivischen Charakter hat.

may“ drückt eine Vermutung, Bitte, Verbot oder einen Wunsch aus.

Die Alternativ-Form der Zeiten, die das unvollständige Hilfsverb nicht hergibt, auch das „Simple Past“, lautet entweder „to be allowed to“ oder „to be permitted to“.


May I ask you something ?

Darf ich dich / Sie etwas fragen ?

May I still go outside ? - No, you may not. It is late.“

Darf ich noch rausgehen ? - Nein, darfst du nicht. Es ist spät.


It might be snowing tomorrow.“

Morgen könnte es möglicherweise schneien.

It may be that he has not seen the car.“

Es kann sein, dass er das Auto nicht gesehen hat.


May all your wishes be fulfilled !“

Mögen alle deine Wünsche erfüllt werden !

May she succeed in convincing him !“

Möge es ihr gelingen, ihn zu überzeugen !


Die Alternativ-Form zu „may / might“ ist „to be allowed to“ oder „to be permitted to“.


You were not allowed to enter the room“

Sie durften den Raum nicht betreten.


NB :

may not“ gebraucht man nur auf die entsprechende Frage mit „may“ für ein Verbot. Ansonsten benutzt man „must not“.


You must not forget to do your homework.“

Du darfst nicht vergessen, deine Hausaufgaben zu machen.

c) must


must“ heißt „müssen“.

Die Form „must“ kann nur im „Simple Present“ benutzt werden. Für alle anderen Zeiten muss eine Alternativ-Konstruktion benutzt werden; die häufigste ist „to have to“.

must“ drückt eine Notwendigkeit, Zwang oder einen Befehl aus und zeigt an, dass eine Handlung mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreffen wird.

Andere Alternativ-Formen außer „to have to“ sind z.B. „to be forced to do sth – gezwungen sein, etwas zu tun“ oder „to be obliged to do sth – verpflichtet sein, etwas zu tun“.


We must go immediately.“

Wir müssen sofort gehen.

You must learn all grammatical structures for the test.“

Du musst alle grammatischen Strukturen für den Test lernen.


You must be Mr Jaworski.“

Sie müssen Herr Jaworski sein.

He must have forgotten his money at home.“

Er muss sein Geld zu Hause vergessen haben.


NB :

Die Verneinung vom „must“ erfolgt mit der Alternativ-Konstruktion „to have to“ oder auch „need not“. „must not“ heißt „nicht dürfen“.


I did not have to go to work.“

Ich musste nicht zur Arbeit gehen.


I must not go to work because I am ill.“

Ich darf nicht zur Arbeit gehen, da ich krank bin.






Die Alternativ-Formen zu „must“ sind u.a. „to be forced to“ und „to be obliged to“ oder einfach „to have to“.


You were forced to help him.“

Du warst gezwungen, ihm zu helfen.

You were obliged to tell him the truth.“

Du warst nicht verpflichtet, ihm die Wahrheit zu sagen.



d) need


need“ heißt „brauchen / müssen“.

need“ kann sowohl als unvollständiges Hilfsverb oder auch als Vollverb vorkommen, dann mit allen Eigenschaften eines selbständiges Verbs, die das unvollständige Hilfsverb nicht hat.

Das Hilfsverb „need“ kann nur im „Simple Present“ benutzt werden und der Infinitiv steht ohne „to“.

Eine Alternativ-Konstruktion in der Vergangenheit ist z.B. im „Simple Past“ „there was no need to do sth – es gab keinen Grund, etwas zu tun“.


You need not to answer me.“

Du brauchst / musst mir nicht antworten.

You need not be so aggressive towards me.“

Du brauchst / musst mir gegenüber nicht so aggressiv sein.


There was no need for you to do it.“

Du brauchtest es nicht tun.


NB :

-need“ wird selten positiv gebraucht – in diesem Fall heißt es dann „müssen“.


Need I explain you more ?

Muss ich dir mehr erklären ?


- Bei „brauchen“ kann im Deutschen das „zu“ weg fallen.


e) ought to


ought to“ heißt „sollte

Bei „ought to“ steht immer der Infinitiv mit „to“ im Gegensatz zu den anderen modalen Hilfsverben.


ought to“ hat die Alternativ-Formen „to be to“, das nur im „Simple Present“ und „Simple Past“ vorkommt; in allen anderen (zusammengesetzten) Zeiten muss „to be supposed to“ oder „to be expected to“ gebraucht werden.


ought to drückt eine moralische Verpflichtung aus, die man sich selbst auferlegt, während „to be to“ eine Verpflichtung ausdrückt, die von außen kommt.

Zudem drückt es eine Annahme aus, die mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreffen wird.


I know I ought to do it immediately.“

Ich weiß, ich sollte es sofort tun.

He ought to win the competition.“

Er müsste den Wettbewerb gewinnen.



ought to“ hat die Alternativ-Formen „to be to“, „to be supposed to“ und „to be expected to“ (Sieh weiter oben !).


She is to read the book.“

Sie soll das Buch lesen.

You are to be attentive.“

Du sollst aufpassen.


NB :

Wird „to be to“ mit dem „Infinitive Perfect Active“ verbunden, ist die beschriebene, vereinbarte Handlung nicht eingehalten oder nicht ausgeführt worden.


We were to have done our homework yesterday.“

Wir hätten unsere Hausaufgaben machen sollen.

f) will / would


will / would“ heißt „werden – wollen / würde“.


Das Hilfsverb „will“ wird für die Bildung des „will future“, auch „Future Simple“ genannt, gebraucht. „would“ ist sozusagen – rein vom grammatischen Aspekt aus gesehen – die Vergangenheit des „Future Simple“ und dient zur Bildung des „Conditional Simple“.

Des weiteren werden „will / would“ in den Konditional-Sätzen I + II jeweils im Hauptsatz verwendet (Sieh auch Kapitel 07) Conditional Clauses - Die Konditional-Sätze !).


will / would“ drücken Bereitschaft, Absicht, Wunsch, Annahme, Bitte, Einladung und Allgemeines aus.


I will go the supermarket if it is open.“

Ich werde zum Supermarkt gehen, wenn er offen ist.

I would go the the supermarket if it were open.“

Ich würde zum Supermarkt gehen, wenn er offen wäre.


Wait, I will help you !“

Warte, ich werde dir helfen !

Whatever happens, I will do my best.“

Was immer auch passiert, ich werde mein Bestes geben.


Will / Would you please say me who helped you ?“ *

Würdest du mir bitte sagen, wer dir geholfen hat ?


Would you like to have a cup of coffee ?

Hätten Sie gern eine Tasse Kaffee ?


That will be your bus.“

Das wird dein Bus sein.


Some things will happen.“

Einige Dinge passieren nun mal.

Girls will be girls and boys will be boys.“

Mädchen sind halt Mädchen und Jungs sind halt Jungs.


NB :

* Wenn man mit „will / would“ eine Bitte äußert, ist „will“ wesentlich direkter als „would“, das wesentlich höflicher wirkt.


Will you please say me who helped you ?“

Würdest du mir bitte sagen, wer dir geholfen hat ?


Sehr direkt, der Frager erwartet regelrecht, dass er die von ihm erwartete Antwort bekommt.


Would you please say me who helped you ?“

Würdest du mir bitte sagen, wer dir geholfen hat ?


Wesentlich zurückhaltender, der Frager erwartet nicht unbedingt, dass er die von ihm erwartete Antwort bekommt, erhofft es aber schon.























g) shall / should


shall / should“ heißt „sollen / sollte“.


Das Hilfsverb „shall“ wird u.a. für die Bildung des „will future“, auch „Future Simple“ genannt, gebraucht, aber nur in der 1.P. Sg. und Pl. als Ersatz-Form für „will“.

Des weiteren wird „shall“ im Konditional-Satz I im Hauptsatz verwendet (Siehe auch Kapitel 07) Conditional Clauses - Die Konditional-Sätze !), aber auch nur in der 1.P. Sg. und Pl. als Ersatz-Form für „will“. Bei den anderen Subjekt-Pronomina ist die Form „shall“ in den Konditional-Sätzen nicht möglich.


Der Gebrauch von „shall“ in der 2./3. Person Sg. und Pl. ist selten.

shall / should“ drücken einen Vorschlag, ein Angebot, eine Verpflichtung, einen Ratschlag, eine Warnung oder eine Aufforderung aus. Es kann auch Unsicherheit bezüglich des Wahrheitsgehaltes einer Aussage ausdrücken.


I / We shall go the supermarket if it is open.“

Ich werde / Wir werden zum Supermarkt gehen, wenn er offen ist.


Shall I open the windows ?“

Soll ich die Fenster öffnen ?


Shall we invite him for a trip?“

Sollen wir ihn zum Ausflug einladen ?


You should learn more.“

Du solltest mehr lernen.


You should stop critisising (BE) / critisizing (AE) him.“

Du solltest aufhören, ihn zu kritisieren.


He should pass the exam.“

Er sollte die Prüfung schaffen.




Einige wichtige Bermerkungen zu „should :


should ist nicht immer „sollte“ im Deutschen.


Neben den vorgenannten Beispielen wird „should“ auch noch folgendermaßen verwandt :


- Man kann eine Annahme oder eine Vermutung damit ausdrücken; im Gegensatz zu „must“ ist unsicherer, ob die Vermutung wirklich eintritt.


- Um auszudrücken, dass jemand angeblich etwas getan haben soll, kann im Englischen nicht „should“ stehen, sondern nur eine Alternativ-Konstruktion wie „to be supposed to“ oder „to be said to“.


Somebody has told me that the play was supposed / was said to be very good.

Jemand erzählte mir, dass das Stück sehr gut gewesen sein soll.


- Bei einigen Verben des Denkens und Vermutens schwächt „should“ die Aussage ab.


Do you think your son is going to pass the exam ?“

Yes, I should hope so.“

Denkst du, dein Sohn wird die Prüfung schaffen ?

Doch, ich hoffe schon.

I should think that he has done it.“

Ich denke schon, dass er es getan hat.


- Bei einigen Verben des Fühlens wirkt „should“ höflicher.


I am surprised that he should have done that.“

Ich bin überrascht, dass er das getan hat.

I am sad that you should not be able to help us anymore.“

Ich bin traurig, dass du uns nicht mehr helfen kannst.



NB :

Steht bei den Beispielen kein Hinweis darauf, ob es sich um „British English (BE)“ oder „American English (AE)“ handelt, beziehen sich diese immer auf das „British English (BE)“ !