PRÉFACE

(Vorwort)

 

Informations générales importantes

de la langue française

Allgemeine wichtige Informationen

über die französische Sprache

 

Die französische Sprache ist genauso wie das Spanische und das Portugiesische eine der Weltsprachen unter den romanischen Sprachen. Im Gegensatz zum Spanischen und dem Portugiesischen hat es etwas an Bedeutung verloren, wobei gerade das Spanische, das eh schon immer mehr aktiv Sprache hatte, das Französische mittlerweile überholt hat. Französisch ist jedoch neben dem Englischen die Sprache, die am häufigsten in deutschen Schulen unterrichtet wird, und zwar meist ab Klasse 7 als zweite Fremdsprache.

 

Französisch wird von ca. 80 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen. Insgesamt sprechen ca. 280 Millionen Menschen auf dieser Welt Französisch, sei es als Erst- oder als Zweitsprache. In Frankreich, Kanada, der Schweiz, Belgien, auf Haiti und zahlreichen Staaten in West- und Zentralafrika ist es Amtssprache. In Monaco ist es zweite Amtssprache. Zudem wird es in Teilen Luxemburgs und Italiens, vor allem Norditaliens, gesprochen. In vielen ehemaligen französischen und belgischen Kolonien, den Arabischen sprechenden Staaten in Nordafrika und in Südostasien wird Französisch als Verkehrs- und Kultursprache gesprochen.

 

Ob Französisch nun schön klingt oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden; so wohlklingend wie das Italienische klingt es definitiv nicht. Entscheidend dafür sind die zahlreichen Nasal-Laute, die vor allem für Sprecher komisch klingen, die diese in ihrer eigenen Sprache nicht haben. Einem Portugiesen fällt es allerdings besonders schwer, richtiges Französisch zu sprechen, da dieser zwar auch Nasal-Laute besitzt, diese werden jedoch ganz anders als im Französischen ausgesprochen.

 

Die Aussprache ist wirklich sehr schwierig. Ganz selten wird etwas geschrieben, wie es gesprochen wird. Französische Diktate sind für jeden Schüler das absolute Grauen. Deswegen ist es gerade im Französischen unwahrscheinlich wichtig, von Anfang an das Hörverständnis so zu schulen, dass Diktate von Beginn an keine Schwierigkeiten bereiten.

 

Trotzdem gilt : Wer eine andere romanische Sprache beherrscht, wird keine Probleme haben, Französisch vom Wortschatz und von der Grammatik her zu lernen. Grammatisch ist das Französische eher an das Italienische angelehnt, zumindest mehr als an das Spanische und Portugiesische, da sich in beiden Sprachen einige Grammatik-Phänomene stark gleichen.

Das Französische hat z.B. wie das Italienische 2 Hilfsverben zur Bildung der zusammengesetzten Zeiten, nämlich „avoir“ und „être“ und hat auch im Konjugationssystem Verben mit und ohne Stammerweiterung und eine Angleichung des Partizip Perfekts bei vorausgehendem direkten Objekt. Phänomene, die weder das Spanische, das Portugiesische noch das Katalanische kennen.

 

Der pronominale Bereich ist im Französischen überschaubarer als in den anderen romanischen Sprachen. Es existieren allerdings wie im Italienischen die Adverbial-Pronomina „y“ und „en“.

Im verbalen Bereich ist das Französische einfacher als die anderen romanischen Sprachen, da es weniger Zeiten gibt, die man lernen muss. Ansonsten ist die Anwendung der verschiedenen Zeiten relativ deckungsgleich.

Das „Historische Perfekt“, das „Passé Simple“, wird im modernen Französisch nicht mehr benutzt. Von daher reichen da passive Kenntnisse der Formen aus. Stattdessen werden die Formen des „Passé Composé de l'Indicatif“ benutzt.

Der „Subjonctif“ ist zwar auch strikten Regeln unterworfen, jedoch werden das „Imparfait“ und das „Plus-que-Parfait“ des „Subjonctif“ im modernen Französisch nicht mehr benutzt, so dass man 2 Zeiten weniger lernen muss, die im Spanischen, Italienischen und Portugiesischen sehr aktiv sind. Die Konditional-Sätze II und III werden im Französischen mit den entsprechenden Zeiten des „Indicatif“ gebildet.

 

Jedoch gibt es einige Grammatik-Phänomene, die im Französischen wirklich richtig schwierig sind, wie z.B. die Angleichung des Partizip Perfekt bei „avoir“ und „être“ bei vorausgehendem direkten Objekt sowie der Frage-Satz im Allgemeinen. Die Inversion, ob die einfache oder die komplexe, und wann diese angewandt werden muss oder kann und wann sie nicht angewandt werden darf, stellt jeden Französisch-Lernenden vor erhebliche Problem, auch, weil es dieses Grammatik-Phänomen im Deutschen nicht gibt.

 

Es gibt 2 Akzente im Französischen, den „accent grave (`)“ und den „accent aigue (´)“. Der „accent grave“ zeigt an, dass die Aussprache sehr, sehr offen ist, z.B. wie bei „mère – Mutter“, wohingegen die Aussprache des „accento acuto“ zwar offen, aber wesentlich geschlossener ist als bei (`). Ein normales „e“ im Schriftbild wird im Französischen als dumpfes „ö“ ausgesprochen. Auf jeden Fall müssen die 3 verschiedenen Varianten der Aussprache hörbar sein. Alles andere gilt als Sprachfehler.

Einen „accent circonflexe (^)“ und ein Trema „(¨)“ gibt es im Französischen auch. Der „accent circonflexe (^)“ ersetzt fast immer den Buchstaben „s“, der im ursprünglichen Wort vorkam und ausgestoßen wurde, wie z.B. bei „hôpital – Hospital“.

Das Trema „(¨)“, das nur auf „e“ oder „i“ möglich ist, deutet an, dass es mit dem vorausgehenden Vokal 2 Silben bildet, also einen Hiat darstellt und keinen Diphthong, wie z.B. bei „haïr – hassen“, „Noël – Weihnachten“ oder auch bei der beliebten Automarke „Citroën“. In allen Fällen müssen die 2 Vokale als 2 verschiedene Silben ausgesprochen werden.