Italienischer Verbmodus - Verbmodi Italienisch

Verbmodi Italienisch

Indikativ (indicativo)

Der Indikativ ist der Verbmodus, in dem gewöhnlich Tatsachen und Vorgänge beschrieben werden. Die Verben und ihre Konjugationen im Kapitel Zeitformen sind allesamt diesem Modus zuzuordnen.

Konjunktiv (congiuntivo)

Der Konjunktiv wird im Italienischen häufiger und unter anderen Bedingungen als im Deutschen verwendet. Bei der indirekten Rede wird im Gegensatz zum Deutschen, wo sie im Konjunktiv steht, eine Zeitform im Indikativ benutzt. So lässt sich der deutsche Satz »Der Präsident sagte, die Abstimmung sei notwendig« in den italienischen Satz Il presidente disse che la votazione era necessaria. übersetzen. Was in der direkten Rede im Präsens gesagt würde, verwandelt sich also in einen Imperfekt im »einfachen« Indikativ - was es allerdings manchmal schwierig macht zu erkennen, wo die indirekte Rede in einem Text endet. Nehmen wir hingegen den Satz »Der Präsident war der Ansicht, dass die Abstimmung notwendig war«, so entspricht dem im Italienischen der Satz Il presidente ritenne che la votazione fosse necessaria Der mit der Konjunktion che (dass) eingeleitete Nebensatz muss notwendig im Konjunktiv (Imperfekt) stehen und das konjugierte Verb (in diesem Fall essere) muss damit nicht era, sondern fosse lauten. Diese Regel gilt immer, wenn es um persönliche Ansichten geht (auch wenn diese möglicherweise durch eine Vorschrift, etwas Objektives also, begründet sein könnte). Bei Verben wie z.B. ritenere oder Wendungen wie essere dell�avviso che folgt immer ein Konjunktiv. Ein Konjunktiv im Präsens wäre z.B. Io non credo che tu abbia tutti i torti. - Ich glaube nicht, dass Du gänzlich Unrecht hast. Statt hai (Indikativ) heißt es also abbia.

Info
Der Konjunktiv wird im Nebensatz verwendet, wenn etwas nicht sicher ist, eine Meinung ausgedrückt wird oder es sich um etwas Nicht-Objektives handelt. Darüber hinaus gibt es einige Konjunktionen, bei denen, sofern ihnen ein Verb folgt, dieses Verb »automatisch« im Konjunktiv stehen muss.

Z.B. nach malgrado, benchè und sebbene (obwohl), nella misura in cui (sofern), purchè (vorausgesetzt, dass) und affinchè (so dass/damit): Non ho ancora mangiato nulla, ma benchè io non abbia ancora mangiato nulla, non ho fame. - Ich habe noch nichts gegessen, aber obwohl ich noch nichts gegessen habe, habe ich keinen Hunger. Seltsam, nicht wahr? Es geht sogar noch seltsamer. Der Satz »Es ist seltsam, dass es so ist!« lautet übersetzt ins Italienische: È strano che sia cos�! - Es ist seltsam, dass es so ist! ... also strikt wörtlich übersetzt: »Es ist seltsam, dass es so sei«. Hier bleibt nichts anderes, als sich damit anzufreunden, dass es nun mal so ist.

Konditional (condizionale)

Ein weiterer Verbmodus ist der Konditional. Dieser wird z.B. verwendet, um Wünsche auszudrücken: Vorrei un gelato al limone. - Ich möchte ein Zitroneneis. Er ist oft zwingend mit dem Konjunktiv Imperfekt verknüpft: Ai bambini piacerebbe se fosse già Natale. - Den Kindern würde es gefallen, wenn schon Weihnachten wäre. Se dopodomani fosse già Natale, i bambini adesso sarebbero già molto emozionati. - Wenn übermorgen bereits Weihnachten wäre, wären die Kinder jetzt schon sehr aufgeregt. zu den Wortarten