Spanischer Verbmodus - Verbmodi Spanisch

Verbmodi Spanisch

Indikativ (indicativo)

Der Indikativ ist der Verbmodus, in dem gewöhnlich Tatsachen und Vorgänge beschrieben werden. Die Verben und ihre Konjugationen im Kapitel Zeitformen sind allesamt diesem Modus zuzuordnen.

Konjunktiv (subjuntivo)

Der Konjunktiv wird im Spanischen häufiger und unter anderen Bedingungen als im Deutschen verwendet.
Bei der indirekten Rede wird im Gegensatz zum Deutschen, wo sie im Konjunktiv steht, eine Zeitform im Indikativ benutzt. So lässt sich der deutsche Satz »Der Präsident sagte, die Abstimmung sei notwendig« in den spanischen Satz El presidente dijo que la votación era necesaria. übersetzen. Was in der direkten Rede im Präsens gesagt würde, verwandelt sich also in einen Imperfekt im »einfachen« Indikativ - was es allerdings manchmal schwierig macht zu erkennen, wo die indirekte Rede in einem Text endet.
Nehmen wir hingegen die Aussage »Der Präsident war nicht der Ansicht, dass die Abstimmung notwendig war«, so entspricht dem im Spanischen der Satz El presidente no creía que la votación fuera necesaria. Der mit der Konjunktion que (dass) eingeleitete Nebensatz muss notwendig im Konjunktiv (in diesem Fall Imperfekt) stehen und das konjugierte Verb (in diesem Fall ser) muss damit nicht era, sondern fuera lauten. Diese Regel gilt immer, wenn es um persönliche Ansichten geht, die in Verneinungen ausgedrückt sind (auch wenn diese möglicherweise durch eine Vorschrift, etwas Objektives also, begründet sein könnte). Bei Verben wie creer oder Wendungen wie ser de la opinión que folgt im Fall einer Negation immer ein Konjunktiv. Bei Verben wie dudar folgt hingegen immer ein Konjunktiv.
Ein Konjunktiv im Präsens wäre z.B.: No creo que tengas razón. - Ich glaube nicht, dass Du Recht hast. Statt tienes (Indikativ) heißt es also tengas.

Info
Der Konjunktiv wird im Nebensatz verwendet, wenn etwas nicht sicher ist, eine Meinung ausgedrückt wird oder es sich um etwas Nicht-Objektives handelt. Darüber hinaus gibt es einige Konjunktionen, bei denen, sofern ihnen ein Verb folgt, dieses Verb »automatisch« im Konjunktiv stehen muss.
Z.B. nach aunque, a pesar de que (obwohl), en tanto que (sofern) und para que (so dass/damit): Todavía no he comido nada pero, aunque todavía no haya comido nada, no tengo hambre. - Ich habe noch nichts gegessen, aber obwohl ich noch nichts gegessen habe, habe ich keinen Hunger. Seltsam, nicht wahr? Es geht sogar noch seltsamer. Der Satz »Es ist seltsam, dass es so ist!« lautet ins Spanische übersetzt: ¡Es extra�o que sea as�! ... also strikt wörtlich übersetzt: »Es ist seltsam, dass es so sei«. Hier bleibt also nichts anderes, als sich damit abzufinden, dass dies nun einmal so sei - pardon, auf Deutsch heißt es wohl eher: ist.

Konditional (condicional)

Ein weiterer Verbmodus ist der Konditional. Dieser wird z.B. verwendet, um Wünsche auszudrücken: Querría un helado de limón. � Ich möchte ein Zitroneneis. Er ist oft zwingend mit dem Konjunktiv Imperfekt verknüpft: A los niños les gustaría que ya fuera Navidad. - Den Kindern würde es gefallen, wenn schon Weihnachten wäre. Si pasado mañana ya fuera Navidad, los niños ya estarían muy nerviosos. - Wenn übermorgen bereits Weihnachten wäre, wären die Kinder jetzt schon sehr aufgeregt. zu den Wortarten