DER INDIKATIV (Die Wirklichkeitsform)

 

Der Indikativ (vom lateinischen „modus indicativus - zur Aussage geeigneter Modus“, abgeleitet vom lateinischen Verb „indicare – anzeigen / vorbringen“) ist einer der drei Modi des Verbs im Lateinischen (die anderen zwei sind der Konjunktiv und der Imperativ). Der Indikativ ist für die Darstellung der Wirklichkeit vorgesehen. Er ist sozusagen der Normalmodus in allen Texten. Der Indikativ steht für ein tatsächliches Geschehen. Es gibt ihn im Aktiv und im Passiv. Obwohl der Indikativ grammatikalisch gesehen für ein tatsächliches Geschehen steht, muss die Satz-Aussage nicht der Wirklichkeit entsprechen.

 

 

Folgende Tempora (Zeiten) sind im Indikativ existent:

 

a)     Das Präsens (Die Gegenwart)

 

b)     Das Imperfekt (Das Präteritum / Die einfache Vergangenheit)

 

c)     Das Perfekt (Die vollendete Gegenwart)

 

d)     Das Plusquamperfekt

        (Die vollendete Vergangenheit / Die Vorvergangenheit)

 

Dazu kommt noch das Futur (Futur I und Futur II). Das Futur ist eine indikativische Zeit im Lateinischen.

 

Es gibt also im Lateinischen 6 Tempora im Indikativ, von denen die Punkte a) – d) nachfolgend ausführlich in Bezug auf ihre Formen hin erklärt werden, und das sowohl im Aktiv als auch im Passiv.

 

Das Futur I und II im Aktiv und Passiv wird später behandelt.